irgendwiehörbar 23.9.2017

Premiere am Samstagabend bei BOart. Das Trio "irgendwiehörbar" baut auf Understatement, schon im Namen ihrer Band, denn die Musik, die es bietet, ist weit mehr als nur irgendwie hörbar, sondern vielmehr wunderbar hörbar. Nach diversen Auftritten im Eventbereich und in Oldesloe im KuB oder Kulturhof, gaben sie bei uns ihr erstes abendfüllendes Konzert. Schon recht bald waren alle Sitzplätze ausgebucht, denn in unserem Stammpublikum gibt es etliche Leute mit Riecher und logischerweise kamen auch aus dem familiären Umfeld einige Zuhörer. Bine (Vocals und Tambourine), Jule (Vocals und Gitarre) sowie Rick (Percussion und Ukulele, kurz auch mal Stimme) hatten nicht nur eine neue Anlage (super Klang!) dabei, sondern auch neben den Instrumenten die passenden Requisiten zu ihrem Retro-Style, eine Stehlampe und ein altes Röhrenradio. Eine Besucherin meinte sogar: " Als ich beim Reinkommen die Stehlampe sah, wusste ich, dass der Abend gelingen würde.." Und wie er gelang.

Der zweistimmige Gesang der beiden Frauen verlieh den Coversongs von Pop bis Punk eine ganz eigene Note, verwandelte die Originale manchmal in kaum wieder zu erkennende Stücke, die das Original qualitativ hinter sich ließen. Gerade das Wechselspiel dieser beiden unterschiedlichen Stimmen, die das eine Mal wie eine einzige Stimme klangen und das andere Mal sich einen spannenden Dialog lieferten, ist das Merkmal des Trios. Aber erst vollständig wird die Musik durch den zurückhaltenden, aber immer präzisen Rhythmus von Rick Pleschers Cajon, der dem Gesangsteppich die nötige Struktur einknüpft.

 

Zweieinhalb Stunden spielten die drei auf, sich sichtlich in der intimen Atmosphäre wohlfühlend. Und das übertrug sich auch auf das Publikum, das begeistert mitging, schnippte, klatschte, mitsang oder sich nur von Gedanken und Erinnerungen treiben ließ.  Es war wieder einer dieser denkwürdigen Abende in der Galerie, an dem man sich fragte, was dort eigentlich gerade passierte, dass alle dort saßen mit glücklichen Gesichtern ohne dass jetzt etwas Sensationelles geschehen wäre. Wir fragen nicht weiter, warum, sondern genießen und freuen uns auf das nächste Konzert, das bestimmt kommt unter dem Motto: Pleasure with Plescher ...  und Bina.

Wer mehr erfahren möchte oder in das Werk reinhören, der kann sich auf der Homepage der Band umschauen.